Ein Scanner mit einem leistungsarmen, fokussierten Laserstrahl tastet die Oberfläche des zu identifizierenden Gegenstandes ab. Das Dokument oder der Ausweis werden flach auf den Scanner gelegt und von Hand soweit nach vorne geschoben, bis zwei der Ränder die Führungsschienen berühren. So wird sichergestellt, dass jedes Mal derselbe Teil des Dokuments gescannt wird. Während des Scannens zeichnet der Scanner zahlreiche Einzelheiten auf, je nachdem, wie das Laserlicht von der Oberfläche des Papiers oder Kunststoffen reflektiert wird.
Mikroskopische Unebenheiten auf der Oberfläche wegen der Struktur der Papierfasern oder der Kunststoffhärtung führen zu einer komplexen Streuung des Laserstrahls durch das optische ‚Fleck’-Phänomen. So wird die Grundlage für eine Signatur, die für jedes Papier und jeden Kunststoff eindeutig ist. Der Scanner ist empfindlich genug, um Unregelmäßigkeiten auf der Oberfläche von weniger als einigen hundert Nanometern Größe zu erkennen.
Der Fingerabdruck echter Dokumente, Ausweise und Verpackungen würde beim Verlassen der ausstellenden Behörde oder der Fabrik gelesen werden. Der Fingerabdruck wird dann entweder in einer zentralen Datenbank gespeichert und wird mittels eines verschlüsselten Strichcodes auf den Gegenstand geschrieben. Zum späteren Überprüfen der Echtheit des Gegenstandes wird der Fingerabdruck erneut gelesen und mit der Datenbank oder dem Strichcode verglichen.
Die erforderliche Zeit zum Erstellen eines Fingerabdrucks hängt davon ab, ob sich der zu scannende Gegenstand bereits bewegt, etwa in einer Druckpresse oder auf einer Fertigungsstraße. In diesem Fall können lineare Geschwindigkeiten von bis zu 4 Metern pro Sekunde erfasst werden. Ist der Gegenstand statisch, dann beträgt die Scanzeit ungefähr 1 Sekunde.
Jeder Fingerabdruck belegt zwischen 125 und 750 Byte Speicherplatz. Der Benutzer kann die Größe des Fingerabdrucks je nachdem einstellen, wie viel Redundanz gegen Beschädigungen des Gegenstandes erforderlich ist.
Wenn ein eingescannter Fingerabdruck mit einer Datenbank möglicher Treffer abgeglichen wird, kann einer Standardcomputer 10 Millionen Einträge pro Sekunde prüfen. Ein hochtechnisierter Server kann 100 Millionen Einträge pro Sekunde prüfen.
Es gibt zwei verschiedene Scanner. Der erste Scanner ist statisch und dient dazu, sich bewegende Gegenstände, etwa auf einer Fertigungsstraße oder in einer Druckpresse, abzutasten. Der zweite ist ein Scanner mit beweglichem Kopf, der dazu dient, statische Gegenstände zu verifizieren. Hierbei handelt es sich um einen Handscanner.
